Blut gehören, wo keine eigene Seele dem völligen Eindringen
einer andern den Weg versperrt, da ist die Möglichkeit gegeben,
dass in der Uebertragung eines fremden Dichters Höchstes ge
-
leistet werden kann. Stefan George hat mit seiner Umdichtung
des Baudelaire solches geleistet. Er vermochte es — und dies
Vermögen kann Gesagtes bestätigen —, die von ihm sonst ge
-
liebte oder unwissentlich geübte Undeutlichkeit des Bildes auf
-
zugeben, nichts von der metallharten Konkretheit des Baudelaire
in nebligen Dunst aufzulösen, der es — auch er ein ‚Symbolist‘ —
vermocht hatte, die Subtilitäten der neuen Seele in Platten von
Erz zu meisseln, jedes Wort ein sicherer Schlag mit dem Hammer
und alles wieder nur wie zum fortblühenden Gedächtnis an die
Feste und Tragödien eines seltenen Lebens. Franz Bleitype: 'pers', key: 'Blei, Franz'.
Seite 124✎129 des April/Maiheftes der Insel ist durch ein Versehen
der Name des Autors falsch gedruckt; es soll heissen: Verse von
Paul Brann. —
Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 25.06.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 100 Seiten mit Umschlägen, davon einer färbig (vorderer Umschlag recto)
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Werkdruckpapier
Papiergröße: DIN A5 Format (148 mm × 210 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, teilweise fleckig
Einband: Gemeinsam mit dem Doppelheft 7/8, dem Heft 10 und dem Doppelheft 11/12 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt