geschichte und die Schnurre vom Stern Hieronymus, erbringt
auch für den, der Richard Schaukal noch nicht kennt, den
Beweis, dass dieser sehr ernsthaft strebende Künstler poetisches
Vermögen besitzt.
Auch dieses Buch lässt den Wunsch rege werden, dass Schaukal,
der nun schon über ein dutzend Bücher hervorgebracht hat,
endlich ganz zu sich selber kommen und aus den künstlerischen
Lehrlingsjahren heraustreten möge. Es scheint, dass er eine
Vollkommenheit erstrebt, die in sich alles Gute vereinigt, was
jemals bedeutende künstlerische Persönlichkeiten gesondert be
-
währt haben. Ein solches Streben hat Anspruch auf unsern
Respekt, aber es braucht nicht erst nachgewiesen zu werden, dass
es im Grunde eine zwar schöne, aber nicht minder gefährliche
Vermessenheit ist, als die der krampfhaften Zukunftkünstler,
die dem wunderlichen Wahne verfallen scheinen, als sei es
möglich oder auch nur wünschenswert, alles Geleistete zu
ignorieren und eine ganz neue Kunst von vorne anzufangen.
Sehr lustig zu lesen ist eine gleichzeitig erschienene Reihe Verse
desselben Dichters: Pierrot und Colombine oder das
Lied von der Ehe, das, von unserem Vogeler-Worpswede
mit einem graziösen Rahmen ausgestattet, in demselben Verlage
erschienen ist. Ich halte das Buch als Ganzes für das Beste, das
Schaukal bisher gegeben hat, und ich glaube auch, dass es sein
Eigenstes ist. Es ist witzig im höheren Verstande dieses Wortes
und dabei mit einer superben künstlerischen Sicherheit fein und
fest hingelegt. Lyrische Federzeichnungen, die sich mit wenigen
Strichen begnügen und manchmal mit ein paar virtuos ange
-
brachten Farbentupfen höchst geschmackvoll aufgehöht sind.
Man darf an Willette denken. Grazie, Eleganz, Schwerenöterei,
aber nicht bloss Kunststück und die Gefallsucht des Virtuosen,
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Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 25.06.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: Doppelheft, 200 Seiten mit Umschlägen, davon einer färbig (vorderer Umschlag recto)
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Werkdruckpapier
Papiergröße: DIN A5 Format (148 mm × 210 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, teilweise fleckig
Einband: Gemeinsam mit den Heften 9, 10 und dem Doppelheft 11/12 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt