Die physiologischen Zustände, welche im Künstler gleichsam zur „Person“
gezüchtet sind und die an sich in irgendwelchem Grade dem Menschen
überhaupt anhaften:
1. der Rausch: das erhöhte Machtgefühl; die innere Nötigung, aus
den Dingen einen Reflex der eignen Fülle und Vollkommenheit zu
machen. —
2. Die extreme Schärfe gewisser Sinne: sodass sie eine ganz andere
Zeichensprache verstehen — und schaffen ... — dieselbe, die mit man
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chen Nervenkrankheiten verbunden erscheint. —
Die extreme Beweglichkeit, aus der eine extreme Mitteilsamkeit wird;
das Redenwollen alles dessen, was Zeichen zu geben weiss ...; ein Be
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dürfnis, sich gleichsam loszuwerden durch Zeichen und Gebärden;
Fähigkeit, von sich durch hundert Sprachmittel zu reden ... ein explo
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siver Zustand (man muss sich diesen Zustand zunächst als Zwang und
Drang denken, durch alle Art Muskelarbeit und Beweglichkeit die Ex
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uberanz der inneren Spannung loszuwerden: sodann als unfreiwillige
Koordination der Bewegungen zu den inneren Vorgängen (Bil
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dern, Gedanken, Begierden), — als eine Art Automatismus des ganzen
Muskelsystems unter dem Impuls von Innen wirkender starker Reize —);
Unfähigkeit, die Reaktion zu verhindern; der Hemmungsapparat
gleichsam ausgehängt.
Jede innere Bewegung (Gefühl, Gedanke, Affekt) ist begleitet von Vas
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kulär-Veränderungen und folglich von Veränderungen der Farbe,
der Temperatur, der Sekretion.
Die suggestive Kraft der Musik, ihre „suggestion mentale“ [fr].
3. Das Nachmachen-müssen: eine extreme Irritabilität, bei der sich
ein gegebenes Vorbild kontagiös mitteilt, — ein Zustand wird nach
Zeichen schon erraten und dargestellt ... Ein Bild, innerlich auf
-
tauchend, wirkt schon als Bewegung der Glieder ... eine gewisse
Willens-Aushängung ... (Schopenhauer!!!)
Eine Art Taubsein, Blindsein nach Aussen hin, — das Reich der Reize
ist scharf umgrenzt. —
Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 11.06.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 138 Seiten mit färbigen Umschlägen und Vorsatzstreifen
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Büttenpapier
Papiergröße: Oktavformat (180 mm × 250 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, Seitenränder mit Unebenheiten durch Dreiseitenbeschnitt, teilweise fleckig
Einband: Gemeinsam mit den Heften 10 und 11 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt