ALLER WERTE“.
ZUR Entstehung des Schönen und des Hässlichen.
— Was uns instinktiv widersteht, ästhetisch, ist
aus allerlängster Erfahrung dem Menschen als schäd
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lich, gefährlich, misstrauen-verdienend bewiesen: der
plötzlich redende ästhetische Instinkt (im Ekel z. B.)
enthält ein Urteil. Insofern steht das Schöne
innerhalb der allgemeinen Kategorie der biologischen Werte des Nützlichen,
Wohlthätigen, Lebensteigernden: doch so, dass eine Menge Reize, die
ganz von ferne an nützliche Dinge und Zustände erinnern und anknüpfen,
uns das Gefühl des Schönen, d. h. der Vermehrung von Machtgefühl
geben (— nicht also bloss Dinge, sondern auch die Begleitempfindungen
solcher Dinge oder ihre Symbole).
Hiermit ist das Schöne und Hässliche als bedingt erkannt; nämlich in
Hinsicht auf unsere obersten Erhaltungswerte. Davon abgesehen
ein Schönes und Hässliches ansetzen wollen, ist sinnlos. Das Schöne
existiert so wenig als das Gute, das Wahre. Im Einzelnen handelt es
sich wieder um die Erhaltungsbedingungen einer bestimmten Art
von Mensch: so wird der Heerdenmensch das Wertgefühl des
Schönen bei anderen Dingen haben, als der Ausnahme- und Ueber
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Mensch. Es ist die Vordergrunds-Optik, welche nur die nächsten
Folgen in Betracht zieht, aus denen der Wert des Schönen (auch des
Guten, auch des Wahren) stammt.
Alle Instinkt-Urteile sind kurzsichtig in Hinsicht auf die Kette der
Folgen: sie raten an, was zunächst zu tun✎thun ist. Der Verstand ist
wesentlich ein Hemmungsapparat gegen das Sofort-Reagieren auf
das Instinkt-Urteil: er hält auf, er überlegt weiter, er sieht die Folgen
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kette ferner und länger.
Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 11.06.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 138 Seiten mit färbigen Umschlägen und Vorsatzstreifen
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Büttenpapier
Papiergröße: Oktavformat (180 mm × 250 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, Seitenränder mit Unebenheiten durch Dreiseitenbeschnitt, teilweise fleckig
Einband: Gemeinsam mit den Heften 10 und 11 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt