wird wohl noch jetzt der Fall sein —, und nicht weniger hatte ich ver
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gessen über dem Bilde dieses Lebens — dieses mächtigen, in eigenem
Strome und gleichsam den Berg hinanströmenden Lebens — zu sagen,
was ich von Richard Wagner in Ansehung der Wahrheit hielt. Wer möchte
nicht gern anderer Meinung als Schopenhauer sein, habe ich immer ge
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dacht — im Ganzen und Grossen: und wer könnte einer Meinung mit
Richard Wagner sein, im Ganzen und im Kleinen!
Ich habe den Mann geliebt, wie er wie auf einer Insel lebte, sich vor der
Welt ohne Hass verschloss: so verstand ich es! Wie fern ist er mir
geworden, so wie er jetzt in der Strömung nationaler Gier und natio
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naler Gehässigkeit schwimmend, dem Bedürfnis dieser jetzigen, durch
Politik und Geldgier verdummten Völker nach Religion entgegenkommen
möchte! Ich meinte ehemals, er habe nichts mit den Jetzigen zu tun✎thun,
— ich war wohl ein Narr!
Ich habe die Menschen durchsucht und mein Ideal nicht unter ihnen
gefunden.
Ich bin nicht im Stande, irgend eine Grösse anzuerkennen, welche nicht
mit Redlichkeit gegen sich verbunden ist: die Schauspielerei gegen
sich flösst mir Ekel ein: entdecke ich so etwas, so gelten mir alle Lei
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stungen nichts; ich weiss, sie haben überall und im tiefsten Grunde diese
Schauspielerei. — Dagegen ist die Schauspielerei nach aussen (z. B. Na
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poleons) mir begreiflich; wahrscheinlich ist sie vielen Leuten nötig. —
Dies ist eine Beschränktheit.
Bist du denn ruhmbegierig? Ich habe es nie geglaubt. Aber das fällt
mir auf, dass ich es unerträglich finde, nicht mit dem beschäftigt und ver
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wachsen zu sein, was mir das Wichtigste auf der Welt scheint. — Als ich
dies von der Kunst nicht mehr glaubte, trat ich sehr abgekühlt bei Seite,
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Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 26.05.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 90 Seiten mit färbigen Umschlägen und Vorsatzstreifen
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Büttenpapier
Papiergröße: Oktavformat (180 mm × 250 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, Seitenränder mit Unebenheiten durch Dreiseitenbeschnitt, teilweise fleckig
Einband: Gemeinsam mit den Heften 8 und 9 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt