(Reinigt Herkules beflissen)
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R. A. S.type: 'pers', key: 'Schröder, Rudolf Alexander'
Leibl-Böcklin.
DIE gebildete Nachwelt wird an Leibl schon das hervorheben, dass
verschwindend wenig von ihm in die Litteratur des Landes und
der Zeit übergegangen ist. Es gibt✎giebt kein einziges Gedicht nach Leibl,
nicht mal ein Stimmungsbild in poetischer Prosa. Die Muse der Tinten
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ästhetik ist eine spröde Dame. Leibl war zu wenig litterarisch. In den
letzten Jahrzehnten hat man wahrgenommen, dass er ein ganz eigenartiger
Kopf war. Und dann, was der alte Böcklin von ihm erzählte; die blöd
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sinnige Kraft. Er soll einmal einen Balkon mit einem halbdutzend
Menschen eigenhändig heruntergerissen haben.
Tatsächlich✎Thatsächlich konnte er auch malen, ja man kann von ihm sagen, dass er
im neunzehnten Jahrhundert der beste deutsche Maler gewesen ist, und
wenn Süddeutschland preussisch wäre, hätte er es vermutlich wie Menzel
zu etwas Besserem gebracht.
Er war nichts weniger als Preusse, aber entschieden norddeutsch, und das
war das Ungeschickte an ihm. Man sah hinter der defreggerhaften Allüre
seiner Bilder trotz alledem eine ganz und gar ungemütliche Note, die nur
zu weit von Defregger entfernt war. Er hätte in Hamburg wohnen
müssen, statt in Bayern auf dem Lande, wo es keine Kunsthallen gibt✎giebt.
Vermutlich hätte er auch in Posemuckel leben können, ohne populär zu
werden. Er kam von der Hochschule, die Franzosen waren seine Lehrer,
und er darf es sich mit Stolz anrechnen, er ist der einzige Deutsche, der
dabei deutsch geblieben ist. Es wurde ihm dadurch erleichtert, dass da
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mals die Strömung in Frankreich, wie einst mehrere Jahrhunderte früher
auch einmal, sich in denkbar grösster Annäherung an Deutschland befand.
Der französische Realismus Millet-Courbet hat auf den ersten Blick etwas
verblüffend Germanisches, wenn man vom Mittel absieht, und selbst das
Mittel bei Millet als Maler ist in seiner Unbeholfenheit eher deutsch als
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Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 20.05.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 124 Seiten mit färbigen Umschlägen und Vorsatzstreifen
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Büttenpapier
Papiergröße: Oktavformat (180 mm × 250 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, Seitenränder mit Unebenheiten durch Dreiseitenbeschnitt
Einband: Gemeinsam mit den Heften 4 und 5 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt