- Zwei Menschen reiten durch maihellen Hain,
- galopp, galopp, von Schatten zu Sonnenschein,
- alle Blätter sind grüne Flammen.
- Wenn der Himmel erscheint, wenn die Pferde aufschnauben,
- sehn sich die Beiden mit jauchzenden Augen
- immer wieder beisammen
- und werfen den Kopf wie die Tiere.
- Immer wieder streckt durch die goldnen Strahlen
- auf dem schmalen
- Moosweg zwischen den hohen Stämmen
- dann ein dunkler Schemen
- halb Chimäre halb Drache
- hopp alle Viere,
- da müssen sie lachen
- und werfen dem Untier Kußhände✎Kuſshände zu.
- Und das Weib kann den Jubel nicht länger dämmen,
- laut scheucht ihr Ruf die Mittagsruh:
- Echo! Echo! stimm ein, stimm ein —
- es wollt eine Seele sich befrein,
- da band das Glück ihr die Hände!
- O Meiner, hilf mir die Arme breiten,
- halt mich gefangen, du, ohne Ende,
- ach könnt ich ewig so weiter reiten!
- Und der Mann, plötzlich die Sporen gebend,
- in die Brusttasche greifend, im Sattel sich hebend,
- jagt vor ihr her fort:
- komm, ich nehm dich beim Wort!
- Und wenn ich die Freiheit drüber verliere:
- hier — es lebe die Tat✎That — und das nöt’ge klein Geld! 248
Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 20.05.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 124 Seiten mit färbigen Umschlägen und Vorsatzstreifen
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Büttenpapier
Papiergröße: Oktavformat (180 mm × 250 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, Seitenränder mit Unebenheiten durch Dreiseitenbeschnitt
Einband: Gemeinsam mit den Heften 4 und 5 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt