wieder zum Bessern wenden würde. Dies war Colle di Voldelsa, ein Gebiet,
das, wie Ihr wisst, an der Grenze unseres und dem der Florentiner liegt. Da
die Rinaldini dort einen Teil ihrer mütterlichen Güter gemessen konnten,
welche nicht, wie die andern, geraubt, verbrannt oder verdorben waren,
wohnten sie dort auf Marmoraja, einem Landgut, welches auf einem Hügel
in der Nähe liegt. Die Tegolei hatten unter andern viele und schöne Güter
in Valdistrove, das damals noch Castell war (heute ist es Gut, liegt neun
Miglien von der Stadt) und die dazu gehörige Burg war von ihnen be
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setzt, welche ungefähr zwei Miglien von Colle entfernt ist. ⚘metam: @r:flower @f:decoration @n:1 Nach
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dem die Dinge derart zwischen den beiden Häusern standen, war in dem
der Herren von Strove ein Messer Ritter Ambruogio, reich an barem
Geld wie an anderem Besitz und sehr einträglichen Gütern und sehr an
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gesehen und beschäftigt in der öffentlichen Verwaltung seiner Bürger
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schaft, aber man konnte sagen, dass er klein und arm an Familie war,
da er keine weiteren Kinder hatte wie eine Tochter, welche unter dem
Schutz seiner Gemahlin, ihrer Mutter, lebte. Sie wusste durch ihren
lieblichen Anblick, durch die süsse Grazie, mit der sie höchlichst ge
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schmückt war und durch ihre feinen Sitten den Vater und die Mutter in
Trost zu halten, was bewirkte, dass sie immer noch mehr an Schönheit,
Lieblichkeit und Verstand wuchs, wie die Jahre zunahmen; und bereits
war sie in das Alter gekommen, dass sie die Gesellschaft eines Gemahls
hätte gebührend ertragen können. Es pflegte der Ritter, wie gewöhn
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lich alle unsere Edelleute tun✎thun, seine Familie bis zum Herbst auf dem
Lande zu haben, und er selbst ging dorthin und kehrte zur Nacht zurück,
wie die gemeinen Geschäfte es ihm gestatteten. ⚘metam: @r:flower @f:decoration @n:1 Nun ereignete es
sich einst, dass der Tag des heiligen Martinus kam, dem die Kirche des
Ortes geweiht ist, und festlicher als sonst gefeiert wurde, und mit solchem
Gerücht und Zusammenlauf der Nachbarn, dass es niemand in der Um
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gebung gab, der nicht dort sein wollte. Unter den wenigen Männern
der Rinaldini, die, wie ich erzählt habe, sich nach Colle zurückgezogen
hatten, war ein Jüngling von ungefähr zweiundzwanzig Jahren, gross
von Person, schön an Ansehen, recht angenehm und tüchtig, wenn ein
230
Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 09.04.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 124 Seiten mit färbigen Umschlägen und Vorsatzstreifen
Drucktype: Antiqua
Papiersorte: Büttenpapier
Papiergröße: Oktavformat (180 mm × 250 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, Seitenränder mit Unebenheiten durch Dreiseitenbeschnitt
Einband: Gemeinsam mit den Heften 1 und 2 in einem eigens für die Insel angefertigen, färbigen Schuber aufbewahrt