- Jhm lieb seym den schatz und [gmh]
- lauß mich ungebunden sin [gmh]
- Alle schatz wig ich kein ich wil [gmh]
- dich liep ze lon allein [gmh]
- Jch name dir zu em wort daz [gmh]
- über grifft/deß hymels hoeh [gmh]
- Nieman ich wl sagen was [gmh]
- ich von sinen worten hör [gmh]
„Jch sage
dir werlich:
in diesem
buche stat
min herzblut
geschrieben“. [gmh]
Mechthildtype: 'pers', key: 'Mechthild von Magdeburg',
V. 34.
Die Handschrift „das fließende Licht der Gottheit“
ist nur in dem einen Exemplar vorhanden, welches
die Bibliothek des Klosters Einsiedeln im Kanton
Schwyz bewahrt: ein wohlerhaltener Oktav
=
kodex, dessen ehemals weiße Lederdeckel 221 Blätter bindet
auf welchen (1—166 a) in einer schönen gothischen Minuskel
des 13. Jahrhunderts Mechthilds Visionen niedergeschrieben
sind. Deren Sprache ist die oberdeutsche, wie sie noch heute,
lautlich wenig wohl verändert, von den Schweizern am
Oberrhein gesprochen wird. Die Hand schreibt alles in fort
=
laufenden Prosazeilen, doch Reim, Alliteration und Assonnanz
zeichnen viele Stellen leicht als Verse aus, deren Klang und
Form den Zeitgenossen der Mechthild wohl eindringlicher in
die Sinne gesungen hat als uns, die wir die Sprache nicht
melodisch, ich meine gesprochen, kennen.
Von den Lebensumständen der Mechthild wissen wir so 4
Gerätetyp: Phase One Mittelformatkamera mit einem Digitalrückteil IQ3/100MP. Digitalisierung mit 80mm Objektiv
Belichtungszeit/Blende: 10MS/6,3 unter Verwendung von Dedo-Lichtern
Dateiformat: Tagged Image File Format (TIFF)
Aufnahme: 600 dpi/Bildspeicherung 300 dpi
Aufnahmedatum: 07.04.2026
Bildaufnahme: Mehmet Emir
Bildbearbeitung: Felix Granadia
Bibliothek ACDH (Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung)
Umfang: 104 Seiten mit färbigen Umschlägen inkl. aufgeklebtem Titeletikett und Vorsatzstreifen
Drucktype: Fraktur
Papiersorte: Büttenpapier mit Prägung Insel-Signet
Papiergröße: Oktavformat (180 mm × 250 mm)
Besonderheiten: Vergilbt, Seitenränder mit Unebenheiten durch Dreiseitenbeschnitt
Einband: Einzelheft lose